Patientenmerkblatt zur Amalgam-/Quecksilberausleitung

Bei Ihnen wurde eine Unverträglichkeit für Quecksilber festgestellt. Die Hauptmenge des bei Ihnen festgestellten Quecksilbers kommt sehr
wahrscheinlich aus den silberamalgamhaltigen Zahnfüllungen. Sie sollten aus diesem Grund diese Zahnfüllungen entfernen lassen und
nie wieder silberamalgamhaltige Zahnfüllungen erhalten, auch keine der modernen korossionsbeständigeren Silberamalgam-Füllungen.

Auch unsere Nahrung ist teilweise mit Quecksilber belastet. Solche Nahrungsmittel sollten Sie in Zukunft meiden.Sie finden nachfolgend
eine Zusammenstellung von Nahrungsmitteln, bei denen der Quecksilbergehalt hoch sein kann.

 

Die am stärksten quecksilberhaltigen Nahrungsmittel sind küstennah lebende Seefische, insbesondere Thunfische, aber auch Krabben und
Meeresfrüchte, wie Muscheln. Sie sollten aus diesem Grund auch auf den Verzehr dieser Nahrungsmittel verzichten.

Geflügel wird heute allgemein zugefüttert. Da diesem Zufutter oft ein bestimmter Anteil an Fischmehl zugesetzt ist, wird das Geflügel und
auch deren Eier ebenfalls mit Quecksilber belastet. Erkundigen Sie sich also bitte genau, wie das von Ihnen gekaufte Geflügel gefüttert wurde, bzw. woher die Eier stammen.

Citrusfrüchte (wie Orangen, Grapefruit und Zitronen) oder andere importierte Früchte, z.B. Kiwi, werden auch heute noch in den
Ursprungsländern oft vor dem Transport aus Desinfektionsgründen mit quecksilberhaltigen Lösungen besprüht. Da diese Früchte vor dem Pressen nicht geschält werden, kommen so beim Pressvorgang Quecksilberspuren in den Obstsaft. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, nur von Ihnen selbst frisch gepressten Citrusfruchtsaft zu trinken.

Beachten Sie bitte auch, dass einige Medikamente quecksilberhaltig sind. Hierunter fallen beispielsweise Desinfektionsmittel (z.B. Mercurochrom),
verscheidene Augentropfen, aber auch homöopatische Medikamente. Häufig enthalten homöopathische Medikamente, die mehrere Inhaltsstoffe haben, auch eine oder mehrere Quecksilberverbindungen. Das trifft insbesondere auf sogenannte Lymphmittel (z.B. Traumeel, Lymphophön, Tonsiotren und viele andere) und Mittel zur allgemeinen Abwehrsteigerung zu. Auf den Packungen steht für Quecksilber Mercurius (abgekürzt Merc.) oder Hydrargyrum (z.B. in Cinnabaris).

Auch Aufbaupräparate (Lebertran !) und Fischölkapseln können mit Quecksilber belastet sein.

Fragen Sie im Zweifelsfalle immer Ihren Arzt, ob Sie diese Medikamente weiternehmen dürfen. Gegebenenfalls wird Ihnen der Arzt ein Gegenmittel (meist ein Selenpräparat) verordnen, um Quecksilberspuren, die noch in Ihrem Organismus vorhanden sind, zu neutralisieren.

Dr. med Ute Braun-Munzinger

Riemsloher Straße 42

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© 2018 Dr. med. Ute Braun-Munzinger

Mitglied der Ärztekammer Niedersachen.

Approbierte Ärztin in Deutschland seit dem 26.10.1983.